Die Vorgeschichte

Bevor ich direkt mit themenspezifischen Artikeln anfange und keiner so genau weiß, worüber ich hier eigentlich rede, möchte ich zunächst mit einer kleinen Einführung beginnen – so wie es sich gehört. Wer bin ich? Was mache ich? Und vor allem: Was soll das ganze hier?

Ich bin Frederic, zur Entstehungszeit dieses Artikels 22 Jahre alt und studiere seit 2009 an der Universität Bielefeld 1 „Anglistik“ (was jetzt in British and American Studies umbenannt wird, da dies zutreffender ist) und Linguistik. Momentan bin ich im vierten Semester meines Bachelors.

Was ich damit machen will? – Ganz klar: Taxifahrer. Naja, oder auch nicht. Das Problem von vielen angehenden Geisteswissenschaftlern brachte mich letztendlich in die Situation, in der ich mich gerade befinde. Da ich nicht auf Lehramt studiere (und mich auch bewusst dagegen entschieden habe!) und mein Lebenslauf bis auf meine Schullaufbahn und diverse SCHULpraktika nicht viel beinhaltet, muss ich mich ja irgendwie von der Masse abheben. So jedenfalls mein Gedankengang, den ich schon relativ früh im Studium verfolgte. Damit kam ich dann auf das Thema Auslandssemester, das keineswegs Pflicht in meinem Studiengang ist (was, soweit ich weiß, an den meisten Unis genau so ist…). In Frage kamen dabei für mich hauptsächlich die USA – England und andere englischsprachige Gebiete waren von vornherein nur zweite Wahl.

Recht schnell erkannte ich, dass so ein Auslandssemester in den USA mit allerhand Vorbereitungen und vor allem frühzeitiger Planung verbunden war. Das schreckte im ersten Moment schon sehr stark ab. Auch aus finanzieller Sicht war das ganze Prozedere nicht sehr einladend. Zum Glück ist meine Uni Mitglied im ISEP Programm 2, dem „International Student Exchange Program“. Das Ganze hat den Vorteil, dass man mehrere Ansprechpartner hat – sowohl an der Uni zuhause als auch an der Gast-Uni – und vor allem, dass einem (aus deutscher Sicht) ein Teil der Kosten für seinen Auflandsaufenthalt erspart bleibt. Das funktioniert so, dass man selbst Gebühren und durchschnittliche „Lebenserhaltungskosten“ der Heimat-Uni zahlt und somit einem Austauschstudenten das Studieren und Leben an der Uni ermöglicht – und andersrum. Damit entfallen für mich die übertrieben hohen Studiengebühren in den USA, sowie Wohn- und Lebensmittelkosten (bzw. zu einem gewissen Teil). Aber das führe ich zu einem anderen Zeitpunkt nochmal genauer auf.

Was bei ISEP natürlich auch nicht ausbleibt, ist eine fristgerechte Bewerbung mit allen möglichen Schikanen – ca. 8 Monate vor Antritt des geplanten Aufenthalts (Details dazu ebenfalls an anderer Stelle).

Nach langem Hin- und Herüberlegen habe ich mich dann dazu entschieden eine Bewerbung zu erstellen und diese Mitte Dezember ’10 im International Office meiner Universität einzureichen. Einen Monat später hatte ich schon mal die Zusage von meiner Uni, Mitte April dann endlich die Zusage aus den Staaten. Dort wurde ich in Iowa angenommen. Cool!

Tja, nun bin ich hier und schreibe. Mit diesem Auslandssemester kommen, neben den bereits erledigten Dingen, noch einige andere Strapazen auf mich zu, die ich an dieser Stelle mit den Leuten teilen will. Dies soll aber in erster Linie eine kleine Berichterstattung von Station zu Station sein, die sich an interessierte Studenten richtet. Diese Idee ist vor allem entstanden, da ich bei meiner Recherche relativ wenige Internetblogs zu diesem Thema gefunden habe, die auch nützliche Informationen bereitstellen. Ich hoffe, ich kriege das besser hin und kann dem ein oder anderen zukünftigen Austauschstudenten helfen. ;)

In den nächsten Wochen werden also schön chronologisch alle möglichen Stationen zum Thema Auslandssemester beschrieben, die ich bereits schon hinter mir gelassen habe, und natürlich auch die, die noch kommen werden.

Falls zu irgendeinem Punkt Fragen aufkommen sollten – bitte postet Kommentare oder schickt mir eine Mail an [admin|ät|fredzed|dot|de]


  1. Website: uni-bielefeld.de
  2. Website: isep.org

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