Stipendien und finanzielle Hilfen

Wo wir schon beim Thema Finanzen sind, sollte ich auch kurz das Thema Stipendien anreißen. Ich denke – vor allem für Studenten – ist jede finanzielle Hilfe willkommen, aber der Begriff „Stipendium“ hat meiner Erfahrung nach einen relativ elitären Touch, weswegen viele davor zurückschrecken sich weiter über diese Möglichkeit zu informieren. Nicht für jedes Stipendium ist ein 1,0-Schnitt erforderlich! Bei einigen Stipendium lohnt sich definitiv eine Bewerbung, da man aufgrund einer kleinen Zahl an Bewerbern gute Chancen auf Erfolg hat. Man muss natürlich wieder auf Deadlines achten, was bei einem Austausch über ISEP teilweise sehr knapp bis relativ unmöglich wird. Aber was gibt es da überhaupt? Schauen wir mal.

Eine Möglichkeit für ein Stipendium wäre das Fulbright-Stipendium. Dort gibt es mehrere Möglichkeiten: Jahresstipendien oder Reisestipendien. Dieses Stipendium deckt so ziemlich alles ab: Studiengebühren, Reisekosten, Visumskosten, Versicherung und vieles mehr. Der Haken: ein sehr früher Bewerbungsschluss. Man muss bereits im Vorjahr seines Auslandaufenthaltes seine Bewerbung einreichen. Das erfordert einiges an Voraussicht und Planung, für die meisten zu viel. Bei mir war dies leider auch der Fall. Daher gebe ich hier erneut den Hinweis sich früh zu informieren. Wer näheres zu Fulbright erfahren will: http://www.fulbright.de

Ansonsten kann man sich durch die DAAD-Stipendiendatenbank klicken, dort gibt es für jeden Fachbereich etwas passendes. Am besten ist es sich mal selbst die Zeit zu nehmen und einige Programme zu vergleichen.

Da ich relativ spontan auf das ISEP-Programm gestoßen bin, habe ich so ziemlich jede Stipendiums-Deadline verpasst, was ärgerlich war, aber sich nicht ändern ließ. Außerdem war bis vor kurzem sowieso nicht klar, dass das auch wirklich alles klappt. Gut, dass es auch (Teil-)Stipendien für feststehende Reisevorhaben gibt, die keinen Bewerbungsschluss im letzten Jahr haben. So zum Beispiel das PROMOS-Teilstipendium, das Reisekosten und einen individuellen monatlichen Betrag trägt. Dies wird von mehreren Universitäten intern angeboten und hat seine Deadline am 31.05. (jedenfalls an der UniBi). Darauf habe ich mich zuletzt beworben und wurde für übernächste Woche zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Die Bewerbung war nicht sehr kompliziert (Anschreiben, Lebenslauf, Motivation, Empfehlungsschreiben, Transcript) und im Vorstellungsgespräch werden Professoren und Mitarbeiter des International Offices sitzen, die ich kenne. Das macht Mut. Ich werde berichten.

Neben vielen Stipendien gibt es auch die Möglichkeit von Auslands-BAföG, selbst für Studenten, die keinen Anspruch auf normales BAföG haben. Ich kann hier leider nicht aus Erfahrung sprechen, da ich mich dem Papierkrieg nicht gestellt habe. Empfohlen wird, den Antrag 6 Monate vor Reiseantritt fertigzustellen, was für mich unmöglich war – später habe ich erfahren, dass spätere Anträge wohl auch durchgehen, doch ich bin so schon mit vielen anderen Dingen beschäftigt, dass ich den zusätzlichen Stress momentan nicht brauche. Sollte das PROMOS-Stipendium scheitern, ziehe ich das vllt. nochmal in Erwägung, auch wenn der Zug möglicherweise schon abgefahren ist. Nichtsdestotrotz, ein paar Infos: Auslands-BAföG übernimmt eine Reisekostenpauschale von €1.000,- und einen monatlichen individuellen Betrag, neben einigen anderen Dingen. Wie gesagt: Man muss es nicht zurückzahlen! Aber der Papierkrieg ist grausam, wie beim normalen BAföG eben auch schon. Trotzdem eine Überlegung wert! Weitere Infos: http://www.auslandsbafoeg.de/

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