Endzeitstimmung

Man sollte an dieser Stelle auch mal die richtig unangenehmen Seiten eines Auslandaufenthaltes ansprechen. Diese betreffen wohl zum größten Teil Emotionen. Auch wenn es nur gut 5 Monate Abwesenheit sind, gab es nun die ein oder andere Abschiedsfeier. Das ist wirklich spaßig. Dann kommt jedoch der andere Teil: das Verabschieden. Das ist dann eine mehr oder weniger unangenehme Aufgabe, gerade bei Leuten, die einem nahe stehen. Klar, durch Mittel wie Skype und Facebook steht man weiterhin in Kontakt und man ist ja auch nicht wirklich für immer weg. Am Wochenende etwas unternehmen fällt aber eine Weile flach – und der persönliche Kontakt ist dann nun mal doch das, was wirklich wichtig ist. Außerdem machen diese ganzen Verabschiedungen einen nervös, da der Abflug immer näher rückt und man auch noch voll drauf aufmerksam gemacht wird. Endzeitstimmung also…

Aber da muss man durch. Die positiven Gefühle wiegen das momentan außerdem noch auf. Ich schätze mal, dass eine weitere emotionale Down-Phase nach dem ersten überstandenen Kulturschock aufkommen wird – das wird dann wohl das Heimweh sein. Vielleicht bleibt dies aber auch komplett aus, wer weiß? Nunja, wie sagte ein verrückter Mann einst: „Our worst fears lie in anticipation.“

Was ich damit sagen will, macht euch Gedanken über die emotionalen Strapazen einer solchen Reise. Aber zerdenkt das ganze nicht, denn das hilft niemandem. ;)